10 Tipps für heiße Arbeitstage

1. Früher zur Arbeit: Morgens sind die Temperaturen noch wesentlich milder. Erst ab 10.00 Uhr kommt es zu einem deutlichen Anstieg. Falls es das Arbeitszeitmodell erlaubt, sollten Sie möglichst früh ins Büro oder in die Werkstatt. Nutzen Sie die gewonnenen Nachmittag- und Abendstunden zur Erholung

2. Der Klassiker – ausreichend trinken: Wer viel schwitzt, muss auch viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Besonders geeignet sind Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Fruchtsäfte. Die empfohlene Mindestmenge pro Tag liegt zwischen 1,8 bis 2,5 Liter, abhängig vom Körpergewicht. Bei sommerlicher Hitze sollte mindestens ein Liter mehr getrunken werden – auch im Büro.

3. Mahlzeiten: Verzichten Sie auf das geliebte Schnitzel mit Pommes. Bei großer Hitze bekommen uns schwere Speisen nicht allzu gut. Ideal ist die sogenannte Mittelmeerkost mit viel frischem Obst und Gemüse. Auch darf es etwas mehr Salz sein, um den Verlust durchs Schwitzen auszugleichen.

4. Lauwarm Duschen: Auch wenn es im ersten Moment angenehme Kühlung bringt. Verzichten Sie auf kalte Duschen. Dabei ziehen sich Gefäße und Poren zusammen, eine natürliche Reaktion, um die Wärme zu halten. Die Folge: Im Anschluss schwitzen Sie nur noch mehr.

5. Körper bedecken: Im Sommer ist leichte Kleidung angesagt und sollte vom Arbeitgeber auch genehmigt sein – dazu zählen auch luftdurchlässige Schuhe. Achten Sie bei der Arbeit im Freien aber bitte darauf, Oberkörper und Kopf zu bedecken und atmungsaktive, feuchtigkeitsaufnehmende Kleidung zu tragen.

6. Augen schützen: Jährlich werden etwa 500.000 Augenoperationen durchgeführt, die sich auf mangelnden Schutz vor UV-A-Strahlung im Arbeitsalltag zurückführen lassen. Tragen Sie eine Sonnenbrille der Filterkategorie 2 oder 3.

7. Autofahrten: Bei einer Hitzewelle wie in den vergangenen Wochen sind Temperaturen bis zu 70° C in Fahrzeugen keine Seltenheit. Lüften Sie vor Antritt der Fahrt Ihr Auto, senken Sie die Scheiben und nutzen Sie die Klimaanlage. Denn eine hohe Hitzebelastung führt zu Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kreislaufproblemen. Die Folge: die Unfallhäufigkeit steigt.

8. Raumtemperatur: Die Technische Regel für Arbeitsstätten, ASR A3.5 sieht für sommerliche Raumtemperaturen folgende Grenzwerte vor: Ab 30° C muss die Temperatur am Arbeitsplatz durch entsprechende Maßnahmen gesenkt werden. Ventilatoren und die Lockerung der Bekleidungsmaßgaben sind Möglichkeiten. Steigt die Temperatur auf mehr als 35° C darf der Raum ohne technische Maßnahmen, (z. B. Luftduschen, Wasserschleier), organisatorische Maßnahmen (z. B. Entwärmungsphasen) oder z. B. Hitzeschutzkleidung nicht mehr genutzt werden.

9. Hitzekollaps und Hitzschlag: Achten Sie auf sich und Ihre Kollegen. Bei einem Hitzekollaps kann nicht mehr ausreichend Körperwärme an die Umgebung abgegeben werden. Es kommt zu Kreislaufproblemen. Kommt noch Flüssigkeitsmangel hinzu, spricht man von einem Hitzschlag. Der macht sich durch trockene, gerötete und heiße Haut bemerkbar. Außerdem geht er meist mit Schwindel oder Benommenheit einher, aber auch Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen sind möglich (vor allem Sonnenstich). Die große Gefahr ist ein völliges Kreislaufversagen. Achten Sie also bei sich und Ihren Kollegen auf die beschriebenen Symptome –und damit es erst gar nicht so weit kommt, beherzigen Sie unsere Tipps.

10. Gemeinsam Jammern: Alles lässt sich besser ertragen, wenn man es mit anderen teilt. Sie sollten also ruhig in der Pause – vielleicht bei einem Eis oder gekühltem Obst – mit anderen Kollegen jammern und sich den wohlverdienten Sommerurlaub herbeisehnen.

Wenn Ihnen noch weitere Tipps einfallen, schicken Sie uns die doch zu. Wir sind ebenfalls für jeden Rat dankbar.

Ansonsten wünschen wir allen Lesern einen schönen Sommer und regelmäßig eine kühle Brise.

Ihr Berater vor Ort.