Sicher zupacken - Welcher Schutzhandschuh ist der Richtige?

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit keine Belastung

Das Bewusstsein für die Themen Arbeitsschutz und Prävention nimmt in Unternehmen erfreulicherweise immer weiter zu. Das gilt für mögliche Risikofaktoren und ihre Folgen – aber auch für die Qualität der Schutzmaßnahmen. Außerdem bringen heute nicht mehr nur Berufsgenossenschaften und Arbeitnehmervertreter diese Themen in Unternehmen voran. Immer mehr Arbeitgeber haben erkannt, dass Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz kein notwendiges Übel sind, sondern selbstverständlicher Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung. Erst recht, wenn es im Kampf um Fachkräfte darum geht, den eigenen Ruf als verantwortungsbewusster Arbeitgeber hochzuhalten.

Steigende Anforderungen im Arbeistschutz

Mit dem zunehmenden Bewusstsein für potenzielle Gefahren im Arbeitsalltag steigen jedoch die Anforderungen: Neue Arbeitsabläufe, Normen und Vorschriften, Prüfmethoden, Werkstoffe und neue medizinische Erkenntnisse fordern von Unternehmen und ihren Fachkräften für Arbeitssicherheit, die eigenen Konzepte beständig weiterzuentwickeln … ein zeitaufwändiger, kostenintensiver Prozess. So entsteht der Wunsch, einen Teil der Aufgaben ressourcenschonend an Spezialisten zu übertragen. Die Zeit ist reif für Dienstleistungen, durch die Unternehmen jederzeit effizient und rechtssicher im Arbeitsschutz unterwegs sind.

Beispiel Schutzhandschuhe

Der Bedarf wird besonders deutlich, wenn es um das Thema Arbeitsschutzhandschuhe geht. Kommen in Betrieben beispielsweise Chemikalien zum Einsatz, müssen immer auch Schutzhandschuhe verwendet werden. Je nach Chemikalie ist ein darauf abgestimmter Handschuhtyp gefordert. Die entsprechenden Informationen zu Material und Eigenschaften lassen sich dem jeweiligen Sicherheitsdatenblatt entnehmen. Doch welcher Handschuh erfüllt nun die individuellen Anforderungen? Wie viele Alternativen gibt es und worin unterscheiden sie sich? In welchem Ausmaß müssen die Bedingungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden?

Vielfältige Risiken am Arbeitsplatz

Die Antwort ist nicht trivial, denn eine Fehlentscheidung hat ernste Konsequenzen. Dabei muss man nicht gleich an die fatalen Verletzungen durch Fluss- oder Salzsäure denken – dies sind zum Glück Einzelfälle. Mittel- und langfristige Gesundheitsschäden wie arbeitsbedingte Hauterkrankungen, daraus resultierende Kosten für Ausfälle, eventuelle Beitragserhöhungen bei Berufsgenossenschaften … und auch der Vertrauensverlust sowie Imageschäden wiegen letztlich schwerer. Denn heute muss niemand mehr für ein Unternehmen arbeiten, das seine Mitarbeiter nicht schützt.

die tatsächliche IST-Analyse, muss daher der Ausgangspunkt jeglicher Dienstleistung sein – und die Ergebnisse müssen sorgsam erfasst werden. Der persönliche Austausch und eine große Erfahrung des Dienstleisters sind dabei unerlässlich.

 

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Quelle: Ingo Bartussek/stock.adobe.com

Noch ein Beispiel zu den richtigen Arbeitsschutzhandschuhen

Bei der Endmontage eines Elektromotors kommt es auf Fingerspitzengefühl aber auch sicheren Halt an, denn die Werkstücke können durch den Einsatz von Schmierstoffen rutschig sein. Der Handschuh muss also Feingefühl und Grip bieten, gleichzeitig die Handinnenflächen und Fingerspitzen vor Reibung sowie Schmierstoffen schützen aber auch atmungsaktiv sein, um längeres Arbeiten zu ermöglichen. Der Handschuh in obiger Abbildung ist gut gewählt: leichtes, luftdurchlässiges Feinstrick und eine Nitrilbeschichtung für guten Halt erfüllen die Anforderungen voll auf. Aber womöglich passen die Größen, die der Einkauf seit Jahren bestellt gar nicht mehr für alle Mitarbeiter?

Die Übersicht behalten

Hier Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen, zu bewerten und Alternativen aufzuzeigen ist selbst für Fachsicherheitskräfte eine komplexe Aufgabe, die schlicht Zeit erfordert. Zeit, die auch für alle anderen Arbeitsplätze investiert werden muss. Darüber hinaus gilt es außerdem Kostensenkungspotenziale aufzudecken, Handschuhpläne auf den aktuellen Stand zu bringen und für optimale Lagerbedingungen zu sorgen. Denn auch diese haben Einfluss auf die Schutz- und Trageeigenschaften von Handschuhen. Die wenigsten Fachsicherheitskräfte können eine solch weitreichende SOLL-Analyse gleichzeitig kosteneffizient und mit belastbaren Ergebnissen durchführen. Dazu fehlt im Arbeitsalltag einfach die Zeit. Zu den genannten Risiken von Fehleinschätzungen kommen also noch wirtschaftliche Erwägungen hinzu.

Mehr Sicherheit durch Dokumentation

Aber auch dann, wenn die Analyse keine Mängel feststellt, keine zusätzlichen Gefahren identifiziert und sich die kurzfristigen Optimierungspotenziale in Grenzen halten, profitieren Unternehmen trotzdem noch von der Dienstleistung: Durch die vollständige Dokumentation gewinnen alle mit dem Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit betrauten Mitarbeiter an Sicherheit. Die Fachkraft für Sicherheit kann sicher sein, das Bestmögliche zum Schutz der Kollegen getan zu haben. Durch eine nachvollziehbare Dokumentation verfügt sie auch für die Zukunft über eine verlässliche Basis, um den Bereich Arbeitsschutzhandschuhe immer auf dem besten und neuesten Stand zu halten.

Für eine optimale Übersicht erstellen wir bei WERO im Rahmen einer solchen Dienstleistung für jeden Arbeitsplatz individuelle Handschuhpläne, allerdings nach einem für das ganze Unternehmen einheitlichem Muster. So sind die Mitarbeiter in der Montage oder der Werkstoffbearbeitung immer optimal über den nötigen Schutz informiert. Diese Transparenz bietet auch dem Einkauf Sicherheit. Anstatt alle Informationen mühsam zusammentragen zu müssen, ist auf einen Blick klar, welche Handschuhe für welchen Arbeitsbereich in welcher Stückzahl benötigt werden. Das Unternehmen als Ganzes gewinnt an Rechtssicherheit, denn es kann nachweisen, dass bei der Auswahl der Schutzhandschuhe alle Normen, Vorschriften und Besonderheiten beachtet wurden.

Ganzheitlich denken

Wichtig ist, dass in der Dienstleistung die einzelnen Bestandteile – von IST/SOLL-Analyse über Empfehlung bis hin zur Dokumentation – intelligent, nachvollziehbar und transparent miteinander verknüpft werden. Nachvollziehbarkeit und Transparenz schaffen Vertrauen. Ein intelligenter Aufbau wiederum bedeutet, dass der Dienstleister ohne Probleme an jedem Punkt seiner Leistung ansetzen kann, um bei Veränderungen der Kundenprozesse oder bei neuen Normen die Dienstleistung sofort anzupassen. Denn die richtigen Schutzhandschuhe lassen sich nur auswählen, wenn die benötigten Informationen auch aktuell sind. Auch im Arbeitsschutz ist dafür heute eine digitale Basis unerlässlich, um Informationen einfach zu verwalten. Vor Ort entscheidet aber weiterhin die Kompetenz und Erfahrung des Fachberaters. Beides zusammen ergibt eine optimale Dienstleistung.

Ihr Berater vor Ort.